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Erfahrungsbericht eines glücklichen Kunden
(von: Björn)

Da Eigenlob bekanntlich stinkt, hier eine Kundenbewertung (by Kraska) über uns.... Vielen Dank dafür:
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GUTER FAHRRAT IST (ETWAS) TEURER
Was die Gemeinde hoffentlich irrsinnig spannend findet und als breaking news gierig einsaugt:
Kraska hat sich ein niegelnagelneues schniekes Fahrrad gekauft! Heute! Jahaa! Der Herr ist nämlich ein wenig fett geworden! Regelrecht uffjedunsen! Wat der für’ne Wampe hat, Mönsch! Der Mann muß um ein knappes Drittel verkleinert bzw. erleichtert werden! Also wird jetzt mal orntlich Spocht jetriem!
Bislang bin ich immer nur um Fahrräder erleichtert worden. Acht (8) Räder unterschiedlicher Qualität und Preislage wurden mir und den Meinen in den letzten Jahren nach und nach geklaut. Tribut an das Privileg, im Zentrum einer Stadt mit einschlägigem Hintergrund zu leben; Tribut sicher auch an die Absurdität des Daseins (Camus: Sisyphos!), sowie gewiß Tribut an die scheiß Rumänen-Mafia, die nachts Fahrräder gleich kleintransporterweise einsammelt. (Nein, ich bin nicht ausländer-, bloß fahrraddiebfeindlich!) Die Spirale des Wettrüstens zwischen sicherheitstechnischen Stahlbolzenschlossbauerbossen und diebischen Bolzenschneiderbauschlossern konnte ich irgendwann nicht mehr mitfinanzieren, deshalb längere Bikepause. Aber jetzt mußte es wieder sein! Ich hatte ein schwergewichtiges Argument! Moi!
Aber Fahrradkauf ist gar nicht so ohne! Man braucht KnowHow. Außerdem ist das Vertrauenssache, undsoweiter. Im Vertrauen auf die im Internet bezeugte Existenz eines bestimmten großen Bike-Ladens schleppte ich mein Argument quer durch die Stadt, nur um die lange Nase an Schaufenster eines pleite gegangenen und deshalb leeren Geschäftslokals plattzudrücken. Anderes Viertel, nächster Laden: Öffnungszeiten nach Guerilla-Art („Hit and run“): Man öffnet zu Zeiten, wenn es niemand erwartet (jeden zweiten Dienstag im Monat bei Vollmond, sonst, wenn nichts dazwischen kommt, nach Vereinbarung), um dann rasch zu schließen, bevor ein Kunde das mitkriegt. Weiterhin blieb ich also Fußgänger. Immerhin konnte ich im Schaufenster schon mal gucken, wie so ein Fahrrad aussieht.
Schluß jetzt, sagte ich mir, jetzt geh ich zum Facharzt, zum Maßschneider, Innungsführer und Ahnungsinhaber. Also zur Firma „CDrei“, die ich hiermit freundlichst empfehlen möchte. Eigentlich ist das keine Firma, sondern eine geisteswissenschaftlich-technisch-sportliche Vereinigung zur Förderung des Zweirradwesens. Hier wirken High-End-Freaks, positiv Verrückte des Bikertums, hier wird entworfen, getiftelt, designt, gebaut, geschraubt, gewartet, geforscht und sogar nachgedacht! Wie der Internet-Auftritt der Cycle Culture Company verrät, haben die Jungs sogar eine „Philosophie“!
Normalerweise schmunzele ich ja immer, als stolzgeschwellter Inhaber einer gerahmten Urkunde für gesundlebend überstandenes Philosophie-Studium, wenn irgendwelche Fußballtrainer, Autoreifenhändler oder Herrenfrisöre behaupten, eine Philosophie zu besitzen. Aber bei den Biker-Jungs hat das schon Hand und Fuß. Man beruft sich auf John Ruskin (1819-1900), den englischen Kunsthistoriker und Sozialphilosophen, der schrieb:
„Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“
Listig, oder? Aber stimmt ja irgendwo. Gerade auch bei Fahrrädern. Was mir an den Leuten besonders gefällt: Ungewöhnlich für so Experten beraten sie auch Laienidioten wie mich ohne Herablassung, engagiert, ausführlich, mit Geduld und Nervenstärke. Sie erklären einem auch Dinge, die man immer schon mal über Zweiräder wissen wollte, sich aber nie zu fragen getraute. Und: Sie haben mir nicht nur das schönste, sondern auch das preiswerteste ihrer City-Trekking-Bikes empfohlen!
So schlimm wurde es gar nicht mit dem Etwasmehr bezahlen. Nur daß ein gutes Schloß, und noch nicht mal das allerwiderstandsfähigste, mehr als ein Zehntel des Fahrradkaufpreises erheischt, das will mir nicht in den Kopf. Aber darin sind die CDrei-Leute nicht schuld. (siehe unter: Rumänen-Mafia!) Ansonsten: Wer in Duisburg ein neues Fahrrad braucht (vgl. hierzu auch: Rumänen-Mafia!), der solllte zu CDrei gehen. Und nach Hause dann: fahren… Aahhh!
PS: Mein neues Fahrrad nehm ich natürlich mit ins Bett. Ich geh jetzt auf Nummer Sicher…